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Münchner Forum Nachhaltigkeit

Gemeinsam mit dem oekom Verein und der Schweisfurth-Stiftung führt sie Selbach-Umwelt-Stiftung seit 2005 die regelmäßige Vortragsreihe "Münchner Forum Nachhaltigkeit" durch.

Als zusätzliche Kooperationspartner konnten in den letzten Jahren gewonnen werden: Die Umwelt-Akademie e.V., Bürgerstiftung München, Green City e.V., Hochschule für angewandte Wissenschaften München, Ringvorlesung Umwelt der Studentischen Vertretung der TU München.

Eine Überblick über die Vorträge der Jahre 2005 bis 2025 finden Sie hier.


188. Abend: Dienstag, den 19. Mai 2026

Katja Sinko & Peter Jelinek

Das beste Europa aller Zeiten

Unerhörte ideen für ein besseres Morgen

 

Thema:

Polarisierte Gesellschaften, Rechtsextreme auf dem Vormarsch, veraltete Strukturen: Europa hat schon bessere Zeiten gesehen. Also aufgeben? Niemals! Genau jetzt ist die Zeit, Europa neu zu erfinden und mit unerhörten Ideen neu zu beleben.

Katja Sinko hat gemeinsam mit ihrem Kollegen Peter Jelinek viel Zeit im EU-Parlament und beim Vermitteln der europäischen Idee verbracht und blicken anders auf Brüssel als die meisten von uns. Ihre Erfahrungen und Beobachtungen haben sie in ihrem jüngst erschienenen Buch zusammengefasst. Wo andere Europa als Hinderungs- und Bürokratiemonster sehen, sehen sie das Potenzial für uns alle. Europa kann das Leben von Millionen Menschen besser, fairer und lebenswerter machen, wenn wir nur gemeinsam anpacken. Statt den Trumps dieser Welt hinterherzulaufen, laden sie ein zum neuen und europäischen Denken. Eine europäische Auszeit zum Abbau von Vorurteilen, eine EuropaCard für klimafreundliche Mobilität, Bürger:innenpostfach statt Bürokratiefrust – Ideen, die bereits in Dänemark oder anderswo erprobt wurden. Jetzt wird es Zeit, sie europäisch umzusetzen.

Mutig und zugleich revolutionär schaffen sie so eine Vision der Neuerfindung Europas in Zeiten seiner größten Krise.​ Für die Menschen und für ein geeintes Europa.
 

Referent:innen:

Katja Sinko legte nach dem Brexit-Referendum und dem Einzug der AfD in den Bundestag ihr Studium auf Eis, um sich für Europa zu engagieren. Sie gründete die proeuropäische Kampagne THE EUROPEAN MOMENT, veranstaltete verschiedenste Europa-Demos und koordinierte mehrere Großdemonstrationen. Seit 2012 ist sie als freiberufliche Trainerin in der europapolitischen Bildung tätig, u. a. als Bildungsreferentin bei planpolitik.

Peter Jelinek arbeitete viele Jahre beim WWF Deutschland. Mit 29 ging als Presse- und Öffentlichkeitsreferent für die Grünen-Fraktion ins Europäische Parlament. Vor zwei Jahren gründete er die politische Organisation The Goodforces, mittlerweile eine der führenden Organisationen im Campaigning für progressive Politik. Auf seinen reichweitenstarken Online-Kanälen berichtet er über europäische Klima- und Biodiversitätspolitik.

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) (Beginn: 19.00 Uhr) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier

 

187. Abend: Freitag, den 17. April 2026

Dr. Claudia Acklin

Grüne Städte

Wo die Transformation bereits gelingt

 

Thema:

Wie können Städte lebenswerter, gerechter und widerstandsfähiger werden? – Claudia Acklin nimmt uns mit auf eine inspirierende Reise zu Städten weltweit von Basel bis Singapur, von Paris bis Wuhan. Sie alle zeigen, wie die grüne Transformation bereits Wirklichkeit geworden ist. Ob begrünte Dächer, urbane Landwirtschaft, Schwammstädte oder Bürger*inneninitiativen: Überall entstehen innovative, naturbasierte Lösungen, die Klima, Gesundheit und Gemeinschaft stärken.

Mit fundiertem Wissen aus Stadtökologie, Governance und Partizipation verbindet Claudia Acklin Forschung und Praxis zu einem hoffnungsvollen Panorama urbaner Zukunft. Sie zeigt, dass Veränderung möglich ist. Nicht irgendwann, sondern hier und heute, wenn Menschen und Stadtregierungen gemeinsam handeln – mit und für die Natur. – Ein Vortrag für alle, die an eine nachhaltige, faire und blühende Stadt von morgen glauben.

Referentin:

Dr. Claudia Acklin (Sozialpädagogik, Journalismus, Design) ist Autorin des erfolgreichen Podcasts »Die Natur und die Stadt« (natureandthecity.ch) mit über 85 Episoden. All ihre Erfahrung, die sie in 40 Jahren in Medien, Bildung und Politikberatung gesammelt hat, fließt in ihr neues Buch ein. Sie zeigt, wie Städte durch naturbasierte Lösungen, Bürgerengagement und innovative Governance zu grünen Lebensräumen werden.

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) (Beginn: 19.00 Uhr) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier

 

186. Abend: Mittwoch, den 18. März 2026

Ursula Bittner

Greenwashing

Das schmutzige Geschäft mit dem Gewissen

 

Thema:

Wir recyceln, kaufen »klimaneutral« ein und vertrauen darauf, dass Unternehmen und Politik ihre Nachhaltigkeitsversprechen halten. Doch während diese weltweit ihre »grüne Transformation« feiern, steigen die CO2-Emissionen unvermindert an und Biodiversitätsverluste nehmen weiter zu.

Ein aktueller Greenpeace-Report enthüllt das perfide System hinter dieser Diskrepanz. Er deckt auf, wie die Industrie Politik und Verbraucherschaft mit leeren Versprechen und freiwilligen Selbstverpflichtungen ruhigstellt – und sich über ihre Lobbyarbeit längst Einfluss auf politische Entscheidungen gesichert hat. Greenwashing ist nicht nur irreführende Werbung – es ist ein systematisches Geschäftsmodell und längst ein Milliardenbusiness geworden. Denn statt Umweltschutz zu betreiben, ist es billiger, ihn vorzutäuschen.

In ihrem Vortrag legt die Buchautorin und Greenpeace-Expertin Ursula Bittner die Strategien hinter dem Greenwashing offen: Von fossilen Konzernen über die Finanzindustrie bis zur Fast Fashion – der Report analysiert die raffiniertesten Täuschungsstrategien quer durch alle Branchen. Dokumentiert werden aber auch beunruhigende neue Entwicklungen: Unternehmen ziehen sich zunehmend aus der Klima- und Umweltkommunikation zurück (»Greenhushing«) oder streichen ihre Umweltziele komplett (»Greencancelling«).

Welche tiefgreifenden Veränderungen – auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene – bräuchte es, um Greenwashing & Co. zurückzudrängen und durch glaubwürdiges, wirksames Handeln zu ersetzen?

Referentin:

Ursula Bittner ist Wirtschaftsexpertin und Organisationssprecherin bei Greenpeace. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind Greenwashing, Lieferketten und Handel. Zudem arbeitet sie zu den Themen Biodiversität, Landwirtschaft und Demokratie.

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) (Beginn: 19.00 Uhr) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier

 

 

185. Abend: Dienstag, den 10. Februar 2026

Dr. Frauke Fischer

Kann KI die Natur schützen?

Wie Künstliche Intelligenz den Naturschutz revolutionieren könnte – Chancen und Risiken

 

Thema:

Künstliche Intelligenz verändert unsere Welt: Sie kann Texte schreiben, Bilder generieren und selbstständig lernen. Während die Maschinen immer schlauer werden, verbrauchen sie Unmengen an Energie und Rohstoffen. Doch was, wenn sie der Natur nicht nur schaden, sondern ihr auch helfen könnten und Künstliche Intelligenz zum Schutz der biologischen Vielfalt beiträgt?

Die Biologin Frauke Fischer und die Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg gehen in ihrem jüngsten Buch dieser Frage auf den Grund und zeigen, wie mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Tierarten und Ökosysteme erhalten und denr Naturschutz revolutioniert werden kann – wenn sie denn richtig eingesetzt wird.

Bereits heute kommen ausgeklügelte KI-Anwendungen im Naturschutz zum Einsatz. So werden beispielsweise kleinste Lebewesen wie Insekten oder Vögel zu wertvollen Datenlieferanten und helfen dabei, Naturkatastrophen oder Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen. Auch Tierstimmen lassen sich dank KI entschlüsseln: Sie verraten, ob ein Ökosystem intakt oder aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Dennoch kein Grund für technologische Hybris: Die Natur braucht keine App und keine KI – aber wir Menschen brauchen die Natur. Tiere und Pflanzen, so die Auto-rinnen, haben über Millionen Jahre Fähigkeiten entwickelt, die jeder KI-Anwendung überlegen sind. Ihr Buch ist deshalb auch ein Plädoyer, Selbstüberschätzung zu vermeiden: Nur im Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz lässt sich die biologische Vielfalt bewahren.

Referentin:

Frauke Fischer ist promovierte Biologin, Rednerin, Autorin und Unternehmerin. Sie gründete 2003 die Agentur »auf!«, die erste deutsche Unternehmensberatung mit einem Fokus auf Biodiversität. Frauke Fischer arbeitet zudem als Dozentin an der Fakultät für Biologie der Universität Würzburg.

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) (Beginn: 19.00 Uhr) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier

 

184. Abend: Freitag, den 23. Januar 2026

Dr. Susanne Götze & Annika Joeres

Die Sicherheitslüge

Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl & Gas erpressbar macht

 

Thema:
Milliarden fließen in Panzer und Raketen, doch vor der wahren Bedrohung verschließt Europa die Augen: die fatale Abhängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen und erpresserischen Regierungen. Mehr als 90 Prozent von Europas Öl und Gas stammen aus dem Ausland – aus autoritären Regimen wie Russland und Katar oder den unberechenbaren USA unter Donald Trump. So entstehen doppelte Risiken: Europa macht sich erpressbar – und stärkt gleichzeitig autoritäre Regime.

Doch trotz der bitteren Lektionen aus Putins Angriffskrieg und Trumps Erpressungspolitik halten Berlin und Brüssel an fossilen Geschäften fest und torpedieren gleichzeitig die Energiewende, die uns unabhängiger machen könnte. Blind wer-den Verträge forciert für Flüssiggas in dreistelliger Milliardenhöhe und Ölimporte aus bedenklichen Quellen – statt Abhängigkeiten zu reduzieren, werden sie zementiert.

In ihrer jüngst erschienenen Streitschrift »Die Sicherheitslüge« decken die beiden Umwelt- und Klimajournalistinnen Susanne Götze und Annika Joeres auf, warum militärische Aufrüstung ohne Energiesouveränität eine gefährliche Illusion ist – und was das für die Zukunft der EU bedeutet. Sie verstehen ihr Buch als Weckruf: „Europa muss entschlossen auf erneuerbare Energien und Unabhängigkeit setzen. Nur so können wir den Teufelskreis fossiler Aufrüstung für fossile Konflikte durchbrechen.“

Referentinnen:

Susanne Götze ist promovierte Historikerin, Autorin und Journalistin. Sie arbeitet seit über 20 Jahren als Umwelt- und Klimajournalistin, seit 2020 ist sie Redakteurin für den SPIEGEL.

Annika Joeres arbeitet als Senior Reporterin für die Investigativ-Redaktion correctiv.org und berichtet für DIE ZEIT aus Frankreich. Sie ist spezialisiert auf grenzüberschreitende Recherchen zu Lobbyismus und Energiepolitik. Beide Journalistinnen wurden für ihre Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet

Die Anmeldung zu dieser Hybrid-Veranstaltung im münchner zukunftssalon (präsenz & online) (Beginn: 19.00 Uhr) erfolgt über die Website des oekom e.V.: hier.