Laufende Vorhaben
200 Million Years
Förderung der Einzelausstellung von Manuela Braunmüller im Botanischen Garten München-Nymphenburg vom 13. Dezember 2025 bis 8. März 2026 (Förderzeitraum: 2026)
Parallel zur jährlich stattfindenden Ausstellung „Tropische Falter“ im Botanischen Garten München zeigt die Künstlerin und Fotografin Manuela Braunmüller fotografische Serien aus ihrer Arbeit „200 Million Years“, welche ein multimediales Portrait des Schmetterlings darstellt. In der Ausstellung zeigt sie eine Serie aus farbigen Makroaufnahmen von Schmetterlingsflügeln, dargestellt als unbekannte Landschaften und kombiniert diese mit abstrakten Schwarz-weiß-Fotografien von Schmetterlingen und Poesie. Die Werkserien ermöglichen so ein sinnliches Erleben des Schmetterlings, und reflektieren über Grenzen unserer Wahrnehmung, unser Verhältnis zu Schönheit und unsere Rolle innerhalb der Mensch-Natur-Beziehung. Kinder und Erwachsende werden im Rahmen der Ausstellung die Möglichkeit haben einen farbigen Origami Falter zu basteln und gemeinsam in ein vorliegendes Buch zu malen, zeichnen und schreiben.
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Im Himmel steht auch ein Haus
Interreligiöse und transkulturelle Dialoge als nomadisches Kulturprojekt
Mehrmonatige Veranstaltungsreihe des Kunstplanbau e.V. von April bis Juli 2026 an der Humboldt-Universität zu Berlin und in der St. Matthäus-Kirche in Berlin (Förderzeitraum: 2026)
Ein Haus im Himmel / viele Wohnungen / ein Luftschloss gebaut aus Nächstenliebe / der menschliche Körper ein Tempel / Namaste. Die religiösen Überlieferungen der Menschheit haben viele Bilder dafür, wie das Göttliche im Menschen Wohnung nimmt und das Menschliche im Göttlichen.
Doch das Wohnen des Göttlichen erschöpft sich nicht im Menschen allein. Auch Tiere, Pflanzen und die vielgestaltigen Lebewesen dieser Erde sind Träger von Sinn, Atem und Beziehung. Wälder werden zu Kathedralen, Flüsse zu liturgischen Wegen, Tiere zu Mitgeschöpfen, die uns lehren, was Verbundenheit, Maß und Gegenwärtigkeit bedeuten. In vielen religiösen und spirituellen Traditionen gilt die Schöpfung selbst als lebendiger Text, als Körper, als Mitbewohnerin des Heiligen. Wo das Menschliche im Göttlichen Wohnung nimmt, nimmt auch das Mehr-als-Menschliche Raum ein – verletzlich, würdevoll, unersetzlich. Tiere, Pflanzen, Böden, Gewässer und Atmosphären sind keine Kulissen menschlicher Existenz, sondern Mitbewohner eines gemeinsamen Hauses. Wälder, Meere und Städte bilden ein ökologisches Gefüge, in dem jedes Lebewesen Spuren hinterlässt und Verantwortung trägt.
Religiöse Überlieferungen und zeitgenössische Wissenschaft verweisen gleichermaßen auf diese wechselseitige Abhängigkeit: Leben ist Beziehung. Die Frage nach dem Wohnen des Göttlichen wird so zur Frage nach nachhaltigem Handeln, nach Gerechtigkeit zwischen Generationen und Arten, nach einer Kultur des Genug. Es geht darum, durch neue Formen der Resonanz die Kultur eines respektvollen und friedlichen Umgangs zwischen Menschen unterschiedlicher religiöser und kultureller Prägungen in Kontakt zu bringen mit Menschen, die bisher die Wegkreuzung scheuen mit Andersdenkenden / Anderslebenden / Andersrespektierenden. Wo der menschliche Körper als Tempel verstanden wird, ist auch die Erde ein heiliger Raum, der Pflege, Achtsamkeit und Schutz verlangt.
Die Veranstaltungsreihe bringt Religion, Kunst, Wissenschaft mit ihrer jeweils inneren Vielfalt und mit ihren schon immer gegebenen Verbindungslinien ins Gespräch, ins Erfahren, ins Handeln. Sie lädt zum Zuhören ein, wenn Menschen über Häuser im Himmel und Tempel auf Erden sprechen, während sie verschiedenen religiösen und spirituellen Pfaden folgen; sie lädt zum Betrachten und Nachspüren ein, wo der Ausdruck davon sinnlich erfahrbar wird.
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